Dauerausstellung "Lebensweise des Storches"




Mit den Störchen nach Süden reisen (Flugsimulation)

Derzeit sind die Dauerausstellung „Lebensweise des Storches“ sowie das Kernstück des zweiten Ausstellungsabschnittes, ein Funktionsmodell zur Wiesenbewässerung zu sehen.

Die Lebensweise des Weißstorches wird in der derzeit wohl modernsten Ausstellung Deutschlands zu diesem Thema so präsentiert, dass der Besucher aktiv und mit allen Sinnen das Wichtigste über den Storch erfahren und erleben kann. Die Textinformationen sind fast überall kurz und für jedermann verständlich gehalten.

Für alle, die tiefer in die Materie einsteigen wollen, gibt es das Storchentagebuch, die Beschreibungen rund ums Nest und die Forscherecke.

Schon der Blick in die Kinderstube eröffnet allerhand Interessantes aus dem Leben einer Storchenfamilie. In einem echten Storchennest auf einem Wagenrad begrüßt der Partner einen gerade ankommenden Storch, der den beiden Jungvögeln Futter mitbringt.

So kann man sich unter einer Klangdusche per Knopfdruck aussuchen, welcher Storchenlaut einem am besten gefällt. Der Besucher wird verleitet den Storch auf seiner langen Reise nach Afrika zu begleiten, die in einem Film auf einer großen Projektionsfläche unter ihm abläuft. Man fühlt sich dabei wie mitten in einen Vogelschwarm versetzt.

Die großen Koffer erzählen von den Gefahren, die die große Reise der Störche so mit sich bringt. Mit Hilfe einer Waage können Groß und Klein herausfinden, wie viel Kilo Futter so eine Storchenfamilie pro Tag vertilgt.

Die Forscherecke bietet allerhand Kleinigkeiten, von der aber wiederum jede hochinteressant ist und auf den Inhalt der nächsten Schubladen neugierig macht. Wo sonst kann man denn Vogelringe, einen Peilsender und Gewölle in die Hand nehmen?
Unter einem Mikroskop findet der Besucher die Antwort auf die Frage, warum der Storch selten strubbelig ist. Beim Betrachten eines Gewölles unter einer Stereolupe offenbart sich ein großer Teil der Speisekarte des Storches im Hochsommer.

Die detaillierten Fotos von den Nestkameras decken rund ums Storchennest manches mehr oder weniger große Geheimnis der seltenen Vögel auf.

 

 

 




Funktionsmodell zur Wiesenbewässerung

Großes Bewässerungsmodell im Wiesenraum

Seit Anfang 2010 bereichert ein 2,90 mal 1,70m großes Modell die Ausstellung um einen inhaltlichen Schwerpunkt. Die Funktionsweise der Wiesenbewässerung, wie sie schon seit  über 500 Jahren in der Region stattfindet, kann vom Besucher simuliert werden. Jeder kann selbst Wehre schließen und Wasser über die „Offenbacher Niederwiesen“ leiten, die sehr realistisch dargestellt sind. So wird durch eigenes Tun eine mehr als 500 Jahre alte Kulturtechnik begreifbar.

Die Wiesenbewässerung wird von alters her zur Ertragssteigerung für die Heuernte eingesetzt. Der Storch profitierte früher und heute gleichermaßen von der Durchfeuchtung des Bodens, aus dem allerlei Getier an die Oberfläche kriecht, das er dann nur noch aufzusammeln braucht. Im Sommer finden sich an Wässertagen oft weit über 100 Störche zum „großen Fressen“ ein.


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